SPRACHRAUM REFORMATION
 

Multimediale Installationen in der Lutherstadt Wittenberg im Oktober 2011.

ICH BIN SO FREI ist der - gut protestantische - Titel eines Kunstprojekts,
das im Rahmen der Initiative "Sprachraum Reformation" von der Kunstplattform
Sachsen-Anhalt während der Lutherdekade bis 2017 veranstaltet wird.

Im Projekt fragen die bildenden Künstler Johanna Bartl und Knut Mueller sowie der Schriftsteller Wilhelm Bartsch nach der Aktualität der Reformation und loten mit den Mitteln analoger und digitaler Bildhaftigkeit, mit lyrischen Texttafeln und Audioelementen - ausgehend von Luther und der Kirchenreformationsbewegung - die Entfaltungsmöglichkeiten von Wort- und Bildbotschaften im Heutigen aus.

Inhaltlicher Schwerpunkt des Kunstprojekts ist besonders Luthers Wort und Botschaft vom
befreiten Ich und von dessen ebenso großer Verantwortlichkeit, von der freudevollen Schönheit und zugleich der großen Tragik des Lebens, wie sie in ihrer Spannbreite immer wieder als Erlebnis und als Aufgabe vor uns stehen.

Mit ihren Bildern, Texttafeln und Installationen hinterfragen die beteiligten Künstler unsere
eigene reiz- und informationsüberflutete Welt, die vielleicht noch mehr als die Zeit von
Ablasshandel und Pfründewirtschaft von Egozentrik, Erfolgswahn und von haltlosem
Konsumismus geprägt ist, und suchen nach Formen quasireformatorischer Lebensbejahung, Kritik und Standhaftigkeit.

Im historischen Cranach-Hof, der Malwerkstatt des Luther-Zeitgenossen Lucas Cranach d.Ä., stellte der Foto- und Medienkünstler Knut Mueller 13 großformatige Bildcollagen und eine digitale Intervention auf zwei Bildschirmen aus. Der Lyriker und Schriftsteller Wilhelm Bartsch zeigte 15 Texttafeln, darunter eine Coverversion der Luther-Hymne "Ein feste Burg ist unser Gott".
Die Installation ZEIT RAUM von Johanna Bartl wurde in der Sakristei der Stadtkirche präsentiert.
Viele Jugendliche aus der Lutherstadt Wittenberg sowie zwei Jugendtheatergruppen aus Zeitz und aus Worms waren in Wort, Bild und Video beteiligt.

"Sprachraum Reformation" versteht sich als work in progress; als ein Vorhaben, das in den
folgenden Jahren der Lutherdekade bis 2017 in anderen Lutherstädten Sachsen-Anhalts und
darüber hinaus unter Beteiligung zahlreicher Jugendlicher weiter entwickelt werden soll.

+ Johanna Bartl
+ Wilhelm Bartsch
+ Knut Mueller
+ Cranach-Hof


Bildcollagen "Kardinal Albrecht", "Luther" und "Müntzer" von Knut Mueller

 

Das Projekt wird veranstaltet durch: Kunstplattform Sachsen-Anhalt e.V. (www.kunstplattform-halle.de)

Gefördert durch: Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt und Lotto Sachsen-Anhalt.
Unterstützt von: Cranach-Stiftung, Stiftung Luthergedenkstätten, WittenbergKultur e.V.

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