Vom Gummibaumblatt zum Weltniveau

HP-Schalenbauweise in Halle-Neustadt als Vorreiter der Ostmoderne

- Ein Ausstellungsprojekt zum Jubiläum '50 Jahre Halle-Neustadt' -
Stadtmuseum Halle, Große Märkerstraße 10, 06108 Halle (Saale)

13.Juli bis 02.November 2014
 

 

Mit dem Ausstellungsprojekt soll ein überaus bedeutsames Alleinstellungsmerkmal von Halle-Neustadt gewürdigt werden – denn mit Anwendung der hier entwickelten HP-Schalenbauweise entstanden während der sechziger und siebziger Jahre Prototypen von Gesellschaftsbauten, die exemplarisch für systemüberdauernde Modernität stehen, und die in der gesamten DDR hundertfach nachgebaut wurden.


Grosse Sporthalle (denkmalgeschützt)

Das Erscheinungsbild von Halle-Neustadt wäre ein anderes, ohne diese schalengedeckten Unikate. Die als Delta-Kindergärten entstandenen Rundbauten etwa, die unter Denkmalschutz stehende große Sporthalle am Bildungszentrum, die früheren 'Versorgungseinrichtungen' "Treff" und "Basar" im 2. Wohnkomplex, und die vielen Schulturnhallen. Selbst der Garagentrakt der Feuerwache strahlt durch seine HP-Schalenbedachung eine gewisse Leichtigkeit des Seins aus.


Raumflugplanetarium

HP-Schale steht für hyperbolische Paraboloidschale. Für Flächentragwerke aus Beton, die im Längs- und Querschnitt entgegengesetzt gewölbt sind. Revolutionierend war ihre enorme Belastbarkeit bei einer riesigen Spannweite von bis zu vierundzwanzig Metern.


Schulturnhalle+Giraffenhaus

Von HP-Schalenerfinder Herbert Müller, im Volksmund "Schalenmüller" genannt, ist überliefert, dass er lange mit Gummibaumblättern experimentierte, um hinter das Geheimnis ihrer Stabilität zu kommen. Die Ziellosung der Baufunktionäre lautete damals: "Weltniveau".

Kooperationspartner der Kunstplattform ist die Bürgerstiftung Halle: www.buergerstiftung-halle.de

Das Projekt "Vom Gummibaumblatt zum Weltniveau" wird gefördert durch:


SPI GmbH Halle

Lotto-Toto GmbH Sachsen-Anhalt

Bürger.Stiftung.Halle